Die herkömmliche Erziehung, die Normen der traditionellen patriarchalischen Gesellschaft sind auf Ungleichberechtigung aufgebaut. Die neuen, demokratischen Normen versuchen das Ungleichgewicht juristisch auszugleichen. Im Bewusstsein sind noch tiefe Wurzeln der Ungleichwertigkeit vorhanden.
Mögliche Folgen:
Für das Kind sind die erzieherischen Normen, die elterlichen Erwartungen oft verwirrend, gegensätzlich, zu wenig klar. Sie erschweren ihm die Meinungsbildung über sich selber, über das Leben. Für die Eltern ist es auch nicht einfach, im Dschungel der verschiedenen Wertvorstellungen eine klare Linie zu finden: streng oder antiautoritär - oder etwas dazwischen?
Die Integrative Erziehung ist die Weiterentwicklung und Verschmelzung von allen, bis heute bekannten pädagogischen, psychologischen, neurologischen, kommunikationstechnischen und familientherapeutischen Erkenntnissen, welche die ganzheitliche Förderung des Kindes unterstützen:
Die ganzheitliche Förderung von Herz, Hand und Hirn (J. H. Pestalozzi), die Vorschulförderung (F. Fröbel), die neuropsychologischen Erkenntnisse von Maria Montessori, die schulische Förderung und Spieltherapie von Hans Zulliger, die Forschungen frühkindlicher Entwicklung von Marie Meierhofer und Christoph Wolfensberger bilden die pädagogische Basis der Integrativen Erziehung.
Die Entdeckung des Unbewussten von Sigmund Freud, die Entwicklung der Individualpsychologie von Alfred Adler, die Logotherapie von Viktor E. Frankl und die Therapiemöglichkeiten von C. G. Jung erweitern die Förderungsmöglichkeiten der Integrativen Erziehung.
Das neue Paradigma der Familientherapie und das Systemdenken von Virginia Satir, Salvador Minuchin und Paul Watzlawick, sind hilfreiche Förderungsmittel in Gruppen (Familie, Spielgruppe, Kindergarten, Schulklasse, als auch Personalführung etc.).
Die integrative Erziehung wird massgebend durch vier Gebiete bereichert: Pädagogik, Psychologie, Neurologie und Hypnotherapie, sowie Familientherapie. Diese vier Richtungen bieten eine konzentrierte, simultane Möglichkeit in der Erziehung und in der Therapie. Das Menschenbild und die vermittelten Werte der Integrativen Erziehung entsprechen den UNO-Menschenrechten und der UNICEF Deklaration der Kinderrechte. Sie entsprechen den Grundsätzen der Demokratie.
Die vier Säulen der Integrativen Erziehung